Vorbereitung – Australien im Wohnmobil http://www.australienimwohnmobil.de Reiseblog, wertvolle Tipps, Photos Sun, 08 Jul 2018 12:20:23 +0000 en-US hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8.15 Mobiles Internet in Australien: Preise und Tipps http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/mobiles-internet-in-australien-preise-und-tipps/ Mon, 12 Nov 2012 03:10:39 +0000 http://www.australienimwohnmobil.de/?p=2351 Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in Australien online zu gehen, wenn man mit dem Wohnmobil, Campervan oder Wohnwagen unterwegs ist.

Hier eine kurze Übersicht:

WLAN oder Mobile Broadband?

Die erste Entscheidung ist: Will man selbst das Internet in der Tasche haben oder auf dem Weg WLANs nutzen. Wir haben viele Leute getroffen, die keinen eigenen Zugang haben sondern Zugänge auf dem Weg von anderen genutzt haben. McDonald’s ist sehr beliebt, da jede Filiale kostenloses WLAN anbietet.

Es kommt stark darauf an, wofür man das Internet braucht. Für E-Mails und hin und wieder mal ein bißchen Facebook mag es funktionieren, öffentliche WLANs zu benutzen. Wenn man wie wir große Datenmengen bewegen muss – und zwar wenn wir wollen, nicht, wenn gerade ein WLAN in der Nähe ist – dann ist das keine Option.

Wir haben es probiert. Es ist frustrierend wenn man von anderen Zugängen abhängig ist. Dazu kommt, dass Anbieter wie McD eine Mengenbegrenzung oder Zeitbegrenzung haben. Man kann nur 100mb nutzen oder nur eine halbe Stunde – dann wird man zwangsgetrennt.

Das ist OK für private Mails. Das geht gar nicht, wenn man damit arbeiten muss.

Wir haben unser eigenes mobiles Internet.

Mobile Broadband: Welche Hardware?

Es gibt grundsätzlich 3 Möglichkeiten, mobil online zu gehen.

1.SIM-Karte in’s Endgerät

Wenn man ein Gerät hat (wie z.B. ein iPad oder Smartphone), in das man SIM-Karten stecken kann, prima. Ab in den Laden und eine Karte besorgen. Reinstecken und lossurfen.

Vorteil: keine Hardware anschaffen

Nachteil: Man kann nur mit dem einen Gerät online gehen. (Ja, Zusatz für die Geeks: Man kann theoretisch tetheren. Praktisch erlaubt das kein Anbieter bei Prepaid-Verträgen – siehe unten.)

2. USB-Stick (oder auch: Dongle!)

Die günstige Variante, gibt’s teilweise schon ab 20$. Ein USB-Stick kommt an den Computer und funktioniert als mobiles Modem.

Vorteil: Man kann den Stick an verschiedene Computer anschließen

Nachteil: Ohne kopliziertes Netzwerkgefrickel kann man immer nur einen Computer anschließen – und nur Kisten mit USB-Port. iPads, Smartphones, Kindles etc. haben leider verloren.

3. Mobiler Accesspoint

Alle australischen Anbieter haben mobile Access Points im Programm. Die Dinger kosten um die 100$, sehen aus wie ein kleines Handy und man kann alle Geräte anschließen, die WLAN können (also Smartphones, Tablets, Kindles, Laptops, Netbooks, etc.)

Vorteil: WLAN-Zugang für alle Spielzeuge

Nachteil: teurer als die anderen Optionen.

Wir haben uns einen mobilen Accesspoint besorgt, da wir verschiedenste Geräte anschließen wollten.

Vertragsarten: Postpaid oder Prepaid?

Genau wie in Deutschland gibt es in Australien grundsätzlich zwei Vertragsmodelle:

1. Postpaid, auf Deutsch “mit Vertrag” – man hat einen definierten Serviceumfang und am Ende des Monats kommt die Telefonrechnung.

2. Prepaid: Man lädt sein Handy (oder mobiles Internet) auf und telefoniert oder surft sein Guthaben ab.

Postpaid ist im allgemeinen günstiger – teilweise um bis zu 50% bei mobilem Internet. Dafür braucht man eine Australische Adresse und Bankverbindung.

Da wir beides nicht haben, mussten wir Prepaid nutzen. 

Anbieter: Abdeckung oder günstige Preise – Telstra, Vodafone und Optus

Eins vorweg: Telekommunikation in Australien ist wie auf der ganzen Welt: Der Kundendienst ist bei allen Anbietern mies und eher Nötigung als Dienstleistung. Das ist eine Realität der Welt in der wir leben und nicht zu ändern.

Es gibt drei Anbieter von mobilen Netzwerken in Australien:

  • Telstra: die ehemals staatliche Telekom hat das größte Netz – und die teuersten Dienste. Irgendjemand muss das Netz ja bezahlen.
  • Optus: das zweitgrößte Netz. U.a. Virgin mobile und Woolworth nutzen dieses Netz für ihre Angebote.
  • Vodafone: Das neueste und kleinste Netz.

Andere Anbieter nutzen eines dieser drei Netze – man sollte sich immer informieren, welche Netze.

Optus und Virgin decken alle größeren Städte ab. Telstra auch die kleineren. Das Optusnetz in Alice Springs und Ceduna ist totaler Müll, sonst geht’s ganz gut.

Wir haben aus Kostengründen Virgin Mobile (also das Optus Netz) für das mobile Internet genutzt. Hier kann man (zur Orientierung) 4 GB Daten für 49$ erwerben. Bei Telstra kosten 4 GB schon 80$. Da wir in Kerstin’s Handy eine Telstrakarte haben (aus Sicherheitsgründen – im Notfall will man ja doch das größte Netz haben) können wir immer gut die Abdeckung vergleichen. Telstra IST deutlich besser und beim nächsten Mal würde ich in den sauren Apfel beißen und Telstra nehmen für’s Internet.

In jedem Fall lohnt es sich, auf den Homepages der Anbieter nach den “Coverage Maps” zu suchen und seine Reiseroute zu checken.

Und Internet im Outback?

Ich habe – noch in Deutschland – mal kurz nach Satelliteninternet recherchiert und schnell wieder aufgehört, als ich die Preise gesehen habe. Hier muss man schon deutlich vierstellig in die Hardware investieren – und selbst dann ist keine Verbindung garantiert. Wir haben ein Bloggerpärchen getroffen, die eine Satellitenverbindung hatten. Und sie nie benutzt haben.

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Dehydration: Der Feind Nummer 1 im Outback http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/dehydration-der-feind-nummer-1-im-outback/ http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/dehydration-der-feind-nummer-1-im-outback/#respond Tue, 23 Oct 2012 03:25:55 +0000 http://www.australienimwohnmobil.de/?p=1930 Vergesst Schlangen. (Wir haben in 6 Wochen im Outback gerade mal eine gesehen – und die war schneller weg als man ‘Gib mir die Kamera’ sagen kann.)
Vergesst Spinnen. (Keine einzige gefährliche Spinne bisher.)

Euer größter, gefährlichster Feind ist nicht auf dem Boden, unter Gras, hinterm Busch oder in einem abgebrannten Baumstumpf zu finden.

Die größte Gefahr sitzt hoch über Euch am Himmel und grillt Euch langsam aber sicher durch.

Was passiert bei Dehydration

Dehydration (Austrocknen? Entwässerung?) kommt langsam aber sicher. Ihr schwitzt mehr, als Ihr wieder reinschüttet. Das hat mehrere unangenehme Konsequenzen (von einem Nicht-Mediziner erklärt):

  • Wenn das Wasser in Euch alle ist, schwitzt ihr weniger effizient. Ihr braucht das Schwitzen aber, um Euch zu kühlen. Ohne Schwitzen kein Kühlen – Eure Kerntermperatur steigt und ihr fangt innerlich an, zu kochen. (So sterben übrigens die meisten Leute auf Uluru – sie legen sich auf den heissen Stein und kochen sich selbst durch.)
  • Wenn Ihr nicht mehr in Euch reinkippt als Ihr schwitzt, dann kommt keine Flüssigkeit mehr in den Nieren an. Die Nieren brauchen aber das Wasser, um den ganzen Dreck, den Ihr so zu Euch nehmt auszufiltern. Kein Wasser, kein filtern in den Nieren. Das Gift bleibt im Körper.
  • Euer Hirn braucht fünf verschiedene Antriebsstoffe, um zu funktionieren: Sauerstoff, Zucker, Wasser, Freiheit und Rock ‘n Roll. Wenn ihr durch’s Outback fallt, ist Freiheit und Sauerstoff meist gegeben. Rock ‘n Roll ja hoffentlich auch. Zucker sollte auch soweit kein Problem darstellen, wenn Ihr was gegessen habt. Also bleibt noch Wasser. Wenn die Flüssigkeit auf dem Weg von Eurem Magen zur Birne aber aus den Achseln rausläuft, kommt kein Wasser im Hauptrechner an. Das ist schlecht.
  • Durch Schwitzen verliert der Körper Mineralien und Elecrolyte.

 

Symptome von Dehydration

Die Symptome von Dehydrierung treten ungefähr in dieser Reihenfolge auf:

  • Schwindelgefühl
  • Extremes Schwitzen
  • Erhöhter Puls
  • Kopfschmerzen
  • Knallgelber Urin
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Krampfanfälle
  • Verlust des Bewusstseins
  • Tod

Bis zur Übelkeit habe ich die Leiter schon durch – gestern hab ich beim Pinkeln überlegt, ob ich gelbe Textmarker herstellen sollte. Die Tinte hatte ich quasi schon.

Vorsorge: Wie man Dehydration verhindert

Ja Logo! Ist doch klar! Viel Trinken! HA. Da wärd Ihr auch drauf gekommen.
So einfach ist es aber nicht.
Hier unsere outbackerprobten Tipps (auf Basis der Empfehlungen diverser National Parks in Australien):

  • Vergeßt 3l pro Tag und Person. Hier gilt: Mindestens 1 Liter pro Person pro Stunde.
  • Ihr könnt nicht nur beim Wandern oder beim Sport dehydrieren. Ich hatte meine schlimmsten Tage nach 6h hinterm Steuer. Solange die Sonne hoch im Himmel steht – 1 Liter pro Stunde.
  • Der Liter sollte gleichmäßig über die Stunde verteilt werden, also mindestens alle 15 Minuten 250 ml trinken – besser noch häufiger. Am besten geht es mit einem Camelbak – alle 5 Minuten 5 Schluck. Alternativ: kauft Euch Literflaschen – dann habt Ihr immer den Überblick (trinke ich schon an der 15:00 Flasche oder noch an der 14:00 Flasche?)

Trinkt nicht nur Wasser. Irgendwo muss ja Power (Zucker) und Mineralstoffe ja herkommen. Wir trinken immer abwechselnd Wasser und Gatorade (Pulver für $12 aus dem Supermarkt zum selbst mischen). Hin und wieder auch mal ne Cola oder anderes Zuckerwasser – aber nicht zu viel, sonst ist der Effekt umgekehrt und ihr entwässert Euch mit Coca Cola!

Unsere Auftankstation - Befüllung mehrmals am Tag!

Unsere Auftankstation – Befüllung mehrmals am Tag!

Zusätzlich natürlich: Im Schatten laufen, stehen, liegen oder sitzen wenn es geht. Und immer was auf die Birne – am Besten mit breiter Krempe (Schatten) und Löchern (Belüftung). Der Kopf ist das empfindlichste Körperteil, was Temperatur angeht. Man kühlt im Winter am schnellsten durch den Kopf aus – im Sommer braucht man die Birnenbelüftung, um mit der Hitze umzugehen.

Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn Ihr alle 1-2 Stunden pinkeln müsst und das, was da aus Eurem Körper rauskommt, farblos ist, dann seid Ihr nicht dehydriert.

In allen anderen Fällen schon.

Mist, dehydriert. Und jetzt?

Kommt natürlich auf die Schwere an.

Bei Schwindel, Kopfschmerz, gelbem Pipi und Übelkeit: Ruhe, hinlegen oder hinsetzen, Wasser auffüllen, Körper runterkühlen.

Bei Erbrechen oder Krämpfen: Hinlegen, und zwar auf einen kühlen Untergrund im Schatten mit Füßen hoch.
Langsam Wasser oder Gatorade trinken. (Im Kakadu National Park wird sogar darauf verwiesen, dass man in diesem Falle irgendein Wasser aus dem nächsten Bach nehmen kann. Finde ich nachvollziehbar, weil man hier schon ernsthafte Erste Hilfe leistet, d.h. es geht erstmal darum, die Dehydrierung zu Bekämpfen. Wenn man sich dabei irgendwas einfängt kann man sich später noch darum kümmern.)
Arzt aufsuchen, sobald möglich.

Bei Verlust des Bewusstseins ist volles Erste Hilfe Programm angesagt bis der Patient mit ner Infusion am Arm lächelnd in einem klimatisierten Krankenhauszimmer liegt. Das kann auch heissen, dass man die Königlichen Fliegenden Doktoren rufen muss, wenn man mitten im Nichts ist. Wegen Dehydrieren ein Flugzeug zu rufen ist zwar so peinlich, wie den ADAC zu rufen, weil man nicht dran gedacht hat, zu tanken.

Aber ich persönlich bin lieber am Leben und blamiert als tot und selbst dran schuld.

Passiert ja kaum, oder?
Vergesst es. Es passiert.
Das erste Mal war ich dehydriert, als ich 2003 um Ayers Rock herumgelaufen bin. Es war gar nicht so heiss, eher angenehm. Ich hatte in 4h 2.5 Liter Wasser getrunken, was mir echt viel vorkam.
Dann stand ich auf dem Parkplatz, hatte einen Puls von 180 und alles drehte sich und ich saß auf einmal auf meinem Hintern auf dem Boden.
Der Tag, der Abend und der folgende Tag waren gelaufen.

Beim aktuellen Trip hatte ich nun auch schon ein paar Tage, an denen ich abends nebem unserem Camper saß und auf einmal merkte, wie ausgetrocknet ich eigentlich bin und dass dieser alberne Camper einfach nicht still stehen will. Und das, obwohl ich hier selten unter 5l trinke – mehr, wenn wir wandern.

Es geht ganz schnell, sogar wenn man aktiv aufpasst. Wenn man sich nicht drum kümmert ist es fast schon sicher.

In den letzten Tagen war es eher so, dass wir abends immer dehydriert waren – wenn wir wirklich hinterher waren etwas weniger als wenn wir nicht aufgepasst haben.

Übrigens hilft Bier leider nicht. Glaubt’s mir – ich hab’s probiert. Nach ein paar unerfreulichen Tests bin ich nun dazu übergegangen, jeden abend pro Bier 500 ml Gatorade dazu zu trinken. Dann muss man zwar 1-2x die Nacht raus, aber man kann noch aufrecht stehen (meistens).

Ist am Morgen danach deutlich angenehmer.

Und Ihr? Schonmal dehydriert? Wie sorgt Ihr vor?

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Videoblog #1: Packen! http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/packen-fuer-australien-im-campervan-packliste/ http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/packen-fuer-australien-im-campervan-packliste/#respond Sun, 02 Sep 2012 12:01:26 +0000 http://www.australienimwohnmobil.de/?p=514 So Freunde,

in ein paar Stunden geht’s los zum Flughafen (mit kleinem Umweg über unser Lieblings-Burger-and-Ribs-Restaurant in Frankfurt).

Vorher haben wir es noch geschafft, den ersten Videoblog hochzuladen: Packen! (Das ist jetzt also der praktische Teil der theoretischen Packliste für’s Wohnmobil in Australien).

Knappe 7 Minuten fesselnde Bilder von meinem gesamten Tascheninhalt, der gefühlt zu 70% aus Technik und zu 30% aus Badehosen besteht.

Viel Spaß damit! Den nächsten Post gibt’s dann wahrscheinlich aus Sydney!

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Campervan gebucht – unsere Odyssee durch Internet und Reisebüro http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/campervan-gebucht-anbieter-kriterien-preise/ http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/campervan-gebucht-anbieter-kriterien-preise/#respond Sat, 18 Aug 2012 08:31:00 +0000 http://www.australienimwohnmobil.de/?p=495 Gestern ging er raus, der Vertrag für 123 Tage Campervan in Australien. Nach 2 Wochen intensiver Recherche fühlt es sich auch so an, als hätten wir tatsächlich das perfekte Mobil für unsere Anforderungen gefunden. Für jeden, der das noch vor sich hat hier mal eine Beschreibung, wie wir vorgegangen sind.

Wenn Berater einkaufen gehen ... ;-)

Wenn Berater einkaufen gehen … 😉

Online-Recherche: Irgendwo muss man ja anfangen

Wir haben angefangen, wie alle Kinder des 21. Jahrhunderts das machen würden: Auf zu Tante google und gesucht. Es wurde sehr schnell klar,

  • dass es Unmengen an Anbietern gibt
  • dass sich alle Anbieter viel Mühe geben, die Angebote nicht vergleichbar zu machen

Ausserdem haben wir gelernt, dass es verschiedene Arten bzw. Klassen von Wohnmobilen gibt (Budget, HiTop und ‘richtige’ Wohnmobile).

Wirklich weitergeholfen hat uns das nicht. Also: Alles zurück auf Start, google zumachen und das Ganze etwas strukturierter angehen.

Schritt 1: Budget

Erstmal haben wir uns ein Budget auferlegt. Also Kassensturz gemacht und geschaut, was wir auf dem Konto haben:

Kontostand
– Benzinkosten (25000 km * 1.35 € Durchschnittspreis / 100 * 14 liter Verbrauch)
– Lebenshaltungskosten (100€ pro Tag)
– Campingplatzkosten (30€ pro Tag im Durchschnitt)
– andere Kosten (Versicherung, Flüge, etc.)
– das was nach der Reise noch auf dem Konto sein soll
————————-
= Budget für’s Wohmobil

Wenn man das dann durch die Anzahl der Tage teil, hat man sein Tagesbudget.

Schritt 2: Persönliche Kriterien (oder auch: Klo oder nicht Klo)

Wohnmobile (nicht nur in Australien) haben eine Reihe von Features. Manche sind Standard, andere sind Luxus, viele fallen dazwischen. Die Auswahl wird deutlich einfacher, wenn man sich bei den einzelnen Features zwischen muss sein, wäre nett und brauchen wir nicht entscheidet.

Hauptsächlich geht es dabei um die folgenden Optionen(mit unserer Entscheidung in fett dahinter):

  • Toilette und Dusche (wäre schön gewesen, aber war nicht im Budget – ohne Klo ab 7,000AUD / mit Klo ab 20,000 AUD!)
  • Klimaanlage (nett, aber muss nicht sein)
  • Stromversorgung 240v (also ‘echte Steckdosen’, nicht nur Zigarettenanzünder) (muss sein – schließlich haben wir ein ganzes Büro dabei um diesen Blog zu betreiben 😉
  • Radio, CD, MP3 (Radio reicht – wir haben einen schlauen FM-Transmitter für den iPod)
  • Anzahl der Betten (2 reicht, mehr ist nett wg. Platz)
  • Kindersitze (brauchen wir nicht)
  • Kühlschrank (muss sein – die Mehrkosten sparen wir dann wieder durch selbst kochen)

Zusätzlich zu den Ausstattungsmerkmalen des Mobils muss man sich auch für oder gegen andere Optionen entscheiden:

  • Versicherung mit oder ohne Selbstbehalt (wir haben $1000 Selbstbehalt gewählt – reduziert die Mietkosten)
  • Darf das Fahrzeug nur auf geteerten Straßen fahren, auch auf ungeteerten oder sogar auf 4WD, also Allrad-Straßen (Ganz wichtig. Hier haben wir uns für den Mittelweg entschieden, also auch ungeteerte Straßen sind OK)
  • Sind zusätzliche Fahrer erlaubt (Musste auch sein bei uns)

Schritt 3: Angebote einholen

Da wir jetzt wussten was wir wollen und was wir ausgeben können, holten wir uns Angebote ein. Da wir nicht wussten, wer die besten Angebote hat, gingen wir an alle 3 Arten von Ansprechpartnern:

Australische Anbieter

Zurück zu google und ab auf die Seiten der Anbieter. Hier holten wir Angebote ein für alle Modelle, die unsere Anforderungen erfüllten.

Campervan-Agenturen

Es gibt online eine Handvoll Campervan-Agenturen, die im Auftrag des Kunden bei mehreren Anbietern Angebote einholen.

Reisebüro

Das hatten wir nun wirklich seit Jahren nicht mehr gemacht. Wir gingen in 2 lokale Reisebüros hier in Limburg und ließen und dort beraten und Angebote schicken. Immerhin gab’s Kaffee und Wasser zur Beratung 😉

Schritt 4: Angebote vergleichen und entscheiden

Durch unsere definierten Kriterien waren alle Angebote am Ende aus der Klasse der HiTop Campervans auf Basis Toyota HiAce. Die Preise lagen zwischen AUD 7,000 und AUD 11,500 – schon ein ganz schöner Unterschied für quasi das gleiche Modell und die gleiche Reisezeit (123 Tage)!

Die Reisebüros waren im ganzen Prozess leider die Nutzlosesten. Mit der längsten Wartezeit wurden uns Angebote gemacht, die entweder preislich die teuersten waren oder die nicht alle unsere Kriterien erfüllten. Ausserdem hatten wir die ganze Zeit ein Gefühl wie beim Versicherungsmakler: Kriegen wir hier das angeboten, was für uns das Beste ist oder das, was für das Reisebüro das Beste ist?

Die Campervananbieter, direkt über die Homepage kontaktiert, waren die Aggressivsten. Stellt Euch schonmal darauf ein, dass am Tag nach einem Angebot das Telefon klingelt. Und zwar um 8:01 morgens. Die Angebote selbst waren nicht schlecht, wobei sie preislich nicht unter denen der Agenturen lagen. Der Beratung konnte man natürlich nicht trauen, da der Anbieter ja immer seinen eigenen Kram verkaufen will.

Die Campervanagenturen haben uns am besten gefallen und letztendlich haben wir auch mit einer gebucht. Hier haben wir kritisch und differenziert erklärt bekommen, was der Unterschied zwischen den verschiedenen Anbietern ist. Wer hat aggressiv niedrige Preise und dafür den schlechtesten Service? Wer wartet seine Fahrzeuge anständig? Wo gibt es versteckte Kosten? Wie sollte man das mit dem Selbstbehalt bei der Versicherung machen?

Bei Gallivantingoz.com.au, die wir schon sehr früh fanden, fühlten wir uns gut aufgehoben. Preislich lagen die Angebote im Mittelfeld, aber das war für uns OK, solange wir uns gut beraten gefühlt haben. Belinda hat uns ausführliche E-Mails mit den Daten der verschiedenen Campervans geschickt, detailliert unsere Routenplanung angeschaut und Feedback gegeben, Tipps gegeben und schlaue Fragen gestellt. Belinda ist selbst Camperin und hat große Teile unserer Strecke schon hinter sich. Das merkt man in der Beratung und da hat auch ein Anbieter (der um jeden Preis sein eigenes Produkt verkaufen will) und ein deutsches Reisebüro (mit Leuten, die offenbar noch nie in Australien waren) einfach verloren.

Was haben wir denn nun gebucht?

Wie gesagt haben wir über Gallivantingoz.com.au einen Hitop Campervan gebucht. Nachdem wir uns für diese Modellvariante entschieden hatten, war die Frage, bei welchem Anbieter wir buchen. Unter anderem bekamen wir dazu solche intelligenten Übersichten geschickt:

GallivantingOZ Hitop campervan übersicht

GallivantingOZ Hitop campervan übersicht

Wir waren uns unsicher und schon dabei, einfach das neueste Modell zu buchen, das im Budget lag. (Wir bekamen zu allen Modellen ausführliche und leicht verständliche Angebote). Dann stellte uns Belinda eine intelligente Frage, an die wir selbst nie gedacht hätten (und die uns in ein paar Wochen vor die Füße gefallen wäre):

“Wollt Ihr eigentlich nur auf geteerten Straßen fahren?”

Da wären wir nie drauf gekommen. Nahezu alle Anbieter verbieten, dass man auf ungeteerten Straßen fährt! Das ist erstmal verständlich. Aber: viele Straßen im Outback sind zwar ungeteert, aber trotzdem eigentlich mit einem Nicht-Allrad-Fahrzeug zu befahren. Dazu kommt noch, dass einige Nationalparks 20, 30 oder 40 Kilometer vom geteerten Highway entfernt liegen. Maximal 12km darf man bei den meisten Anbietern ungeteert fahren – und damit nimmt man sich die Chance, zu einigen dieser Parks zu fahren.

Wir haben uns letztendlich für einen Campervan bei der Firma TCC entschieden – der Preis hat gestimmt, die Empfehlung von Belinda war da und wir können nun auch ungeteerte Straßen fahren. Dafür ist die Karre ein bisschen älter. Das macht uns erstmal nichts aus – wir (und ihr) werden ja sehen, was da in 2 Wochen in Sydney für uns bereit steht 😉

Hier ein paar Bilder des von uns gebuchten Mobils:

 

Toyota HiAce HiTop Campervan von 2003

Toyota HiAce HiTop Campervan von 2003 – mit Vorzelt und Campinggarnitur

Da sitzen wir dann ein paar Monate lang

Da sitzen wir dann ein paar Monate lang

Hier wird gekocht - wenn nicht gegrillt wird.

Hier wird gekocht – wenn nicht gegrillt wird.

Unser Schlafplatz in Australien

Unser Schlafplatz in Australien

Und nun?

Jetzt geht’s munter weiter – Kerstin sucht gerade Campervans für Neuseeland und ich nehm mir unsere Route vor.

Wenn Ihr Fragen zur Buchung habt, Tipps braucht oder auch Tipps habt: Einfach unten in’s Kommentarfeld! 🙂

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http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/campervan-gebucht-anbieter-kriterien-preise/feed/ 0
Lahnhöhenwanderweg: Test von Ausrüstung und Knien http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/vorbereitung/lahnhohenwanderweg-test-von-ausrustung-und-knien/ http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/vorbereitung/lahnhohenwanderweg-test-von-ausrustung-und-knien/#respond Sun, 12 Aug 2012 17:58:24 +0000 http://www.australienimwohnmobil.de/?p=354 Heute mal ein Post aus der Heimat. Wir genießen es im Moment (nach einem Jahr Belize) richtig, “Touristen” im eigenen Land zu sein.

Da wir einiges an neuem Equipment haben, Rucksäcke getauscht haben (also Kerstin hat meinen in Augenschein genommen) und mal sehen wollten, ob die ‘alten’ Knochen noch wollen sind wir heute morgen den Lahnhöhenwanderweg gelaufen – 11 KM von Vilmar nach Runkel und zurück am Hang des Landtals entlang.

Das erste Ergebnis: Früh wandern ist cool. Wir sind um 6 raus, um 7 haben wir den ersten Wanderstiefelfuß auf den Trail gesetzt und um 12 waren wir wieder zuhause. (Ich sach’s ja immer: Wir sind fitter als wir denken!) Auf dem Weg haben wir sogar in Runkel noch ein nettes 2. Frühstück eingeschoben.

Unsere Wanderschuhe sind immer noch akzeptabel, obwohl wir sie seit 2008 (erste Tour durch Yosemite) durch 3 Erdteile geschleppt haben. Meine quitschen auf Asphalt etwas – aber wer will schon auf Asphalt wandern? Neue Funktionskleidung hat den Test bestanden, ebenso mein neues Photo-Stativ. Durchgefallen ist allerdings mein guter alter Jack Wolfskin-Rucksack in Kerstins Augen. Irgendwas mit dem Rückenteil ist da zwischen Rucksack und Kerstin nicht kompatibel.

Jetzt geht’s weiter in der Recherche. Die Frage des Tages: Klo oder kein Klo im Wohnmobil. (Preisunterschied bis zu 10,000 €!!)

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http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/vorbereitung/lahnhohenwanderweg-test-von-ausrustung-und-knien/feed/ 0
Flugroute und Flugpreisvergleich nach Australien http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/vorbereitung/flugroute-und-flugpreisvergleich-nach-australien/ http://www.australienimwohnmobil.de/reiseblog/vorbereitung/flugroute-und-flugpreisvergleich-nach-australien/#respond Fri, 10 Aug 2012 14:25:31 +0000 http://www.australienimwohnmobil.de/?p=324 Die Vorbereitungen gehen mit großen Schritten weiter. Dafür dass wir sowas wie arbeitslos sind, sitzen wir schön 8h am Tag am Schreibtisch und wälzen das Internet.

Gestern haben wir uns die verfügbaren Flugrouten angeschaut (und eine interaktive Karte mit allen Umsteigemöglichkeiten gebaut). Inklusive Flugzeiten. Mein Favorit: 50h Reisezeit über Santiago de Chila. Aber Kerstin will irgendwie nicht.

Heute kamen dann die Flugpreise dran.

Was kostet das denn eigentlich, nach Australien zu fliegen?

Als Antwort haben wir die von uns favorisierten Fluglinien und Umsteigemöglichkeiten in eine Übersicht gestopft:

Was wäre wenn wir heute buchen würden und in 1, 2, 3 oder 4 Wochen fliegen würden?

Hier die Antwort:

Flugpreise Australien mit Quantas, Lufthansa, Singapore, Quantas, Air China

Für uns heisst das: noch 2 Wochen warten und dann Quantas buchen. Aber vorher gehen wir noch mal ins Reisebüro.

Wir sind neugierig, ob die das Angebot hier schlagen können.

 

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