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Holger
- 25. October 2012 in Aktivitäten, Australien, Photoblog, Reiseblog
Litchfield National Park
Litchfield National Park – der kleine Bruder im Schatten des großen, bekannten, beliebten Kakadu National Parks.
Ich will die Frage, die man immer gestellt bekommt, gleich vorneweg beantworten: Litchfield hat mir besser gefallen. Beide Parks sind grandios und eine Reise wert. Wenn man nur 2 Tage Zeit hat und sich entscheiden muss, dann empfehle ich Litchfield.
Und zwar aus folgenden Gründen:
1. Litchfield ist zu einem weit größeren Teil als Kakadu mit einem Zweiradfahrzeug erfahrbar.
2. Die Campgrounds in Litchfield sind deutlich besser in Schuss.
3. Litchfield ist kleiner – die Sehenswürdigkeiten, Walks und Wasserlöcher sind einfach dichter beieinander!
Wir kamen recht spät am Abend in Litchfield an und nachdem wir ein paar Lookouts auf dem Weg mitgenommen hatten, ging es auch schon in einen Campground. Alles schön in Schuss, nachdem man ein paar Dollar in der “Honesty Box” abgegeben hat, kann man es sich gemütlich machen. Toiletten, Duschen und BBQs, alles da was man braucht.
Wenn es nicht diesen einen Typ gäbe, der einem den Schlaf raubt.
Genau. Vollmond.
Ich hasse Vollmond. 2-3 Nächte im Monat, die ich einfach nicht schlafe. Gar nicht.
Dann kann ich mich auch mit der Kamera vor die Tür setzen. Dann habt wenigstens Ihr was davon.
Während ich in den dämmernden Nachthimmel schaute fielen mir große schwarze Vögel auf. Hunderte davon. Ca. 30-50 cm Flügelspannweite.
Die hatte ich noch nie gesehen. (Vögel sind hier ja eher bunt oder weiß). Komisch.
Und an irgendwas erinnerten die mich doch!
Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem kleinen Frühstück auf den Weg.
Heute mal kein Wandern! war die Devise. Stattdessen wollten wir uns entspannt in ein Wasserloch knallen und entspannen.
An dieser Stelle sei ein Tipp gestattet: Es hilft, wenn man die Schilder am Parkplatz liest. Besonders die Schilder, auf denen steht “Achtung! Schwieriger Walk! Kein Schatten! Wird heiss wie die Sau auf dem Weg! Wer den Weg in Badeschlappen und ohne Proviant macht, ist ein Vollidiot!”
Sowas in der Art muss zumindest im Parkplatz gestanden haben. Und wir müssen mit Badeschlappen und ohne Proviant dran vorbeigewatschelt sein.
2h später kamen wir – gut durchgebraten – an sowas wie Wasser an.
Die Cascades sind eine der Attraktionen des Litchfield National Parks. Leider wird dem bei der Beschilderung nicht wirklich Rechnung getragen.
Wir kamen an den oberen Cascades an und wateten (sehr erfrischend!) die natürlichen Wasserbecken herunter bis wir endlich – ENDLICH am Wasserfall ankamen.
Gut erfrischt wanderten wir den anderen Teil des Weges zurück zum Parkplatz.
Diesen Teil nannte Kerstin den Spinnenteil. Was zum größten Teil daran lag, dass sie immer, wenn sie auf mich warten musste (Foto machen und so) eine riesige Spinne fand.
Leider weigerte sich Kerstin aus irgendeinem Grunde, den Kopf neben die Spinne zu halten, damit man auf dem Foto einen Größenvergleich hat. Also müsst Ihr es mir einfach glauben. Die Dinger waren GROß!
Der “Wanderweg” war ebenfalls abenteuerlich – aber uns gefiel es und es war erfrischend, hin und wieder durchs Wasser waten zu müssen. Gut – mit richtigen Schuhen wäre es etwas einfacher gewesen, über die Felsen zu klettern und sich am Baumstamm, der über den Fluss lag, entlang zu hangeln. Aber man nennt uns nicht umsonst DIE GEFAHRENSUCHER.
Da ist ja das Schild. Irgendwie nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe.
Wenn Vögel, deren primäre Diät aus Aas besteht, sich in größeren Gruppen um einen positionieren, sollte man nachdenken, was man falsch gemacht hat (oder gleich falsch machen wird).
Kein Schuhwerk für eine ausführliche Wanderung!
Wir waren zwar immer noch guter Dinge, aber der Tag war gelaufen, der Nacken verbrannt und die Kerntemperatur deutlich über dem, was noch angenehm ist.
Also fuhren wir wieder zurück zu unserem Campground und spendierten uns noch eine Nacht in Litchfield – inklusive erfrischendem Schwimmen im Wasserfall/Wasserloch des Campingplatzes.
Vor dem Schwimmen ging ich noch ein paar Meter um den kleinen See herum zum Photographieren. Da fand ich einen kleinen Weg in den Wald. Der sah spannend aus. Da ich ohnehin gerade nicht bei mir war (siehe oben – Sonne und so) taumelte ich in den Wald.
Nach ein paar Metern hörte ich ein lautes Quitschen von oben, das mit jedem Schritt lauter wurde. Klang irgendwie nach Opossum, obwohl die sich ja eigentlich erst mit dem Einbruch der Dunkelheit anfangen zu prügeln.
Ich ging weiter und schaute nach oben und dann sah ich sie und machte einen Luftsprung vor Schreck.
Aber immerhin war das mit den Vögeln vom Vorabend geklärt. Es handelte sich um Hunderte Flughunde.
Und nun war auch klar, woran sie mich erinnert hatten: Batman!
Fazit: Litchfield ist ne Reise wert, man sollte Schilder lesen und Wanderungen planen und immer mehr Wasser dabei haben als man denkt.
Ach: Und Flughunde sind Vegetarier. Aber trotzdem irgendwie komisch, wenn sie in großen Flugverbänden über dem Wohnmobil kreisen!
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